2021


¿ Sprachheimat ?

 

Als Beitrag zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ veranstaltet die IFK ein Konzert am 10. November, bei dem Gedichte und Texte von Nelly Sachs (1891 – 1970), Paul Celan (1920 – 1970) und Hans Arno Joachim (1902 – 1944) rezitiert werden und neue Kompositionen aufgeführt werden, die sich auf diese Texte beziehen.

Für die gebürtige Berlinerin Nelly Sachs war Deutsch ihre Muttersprache und blieb dies auch im schwedischen Exil, aus dem sie nach dem Holocaust nicht mehr zurückkehrte. Paul Celan, geboren in Czernowitz, war mit der deutschen Sprache aufgewachsen, die für ihn ebenso wie für Nelly Sachs zur Sprache der Mörder wurde.  Er lebte in Frankreich und versuchte, auf Französisch zu dichten, was ihm jedoch nicht gelang.

Das gebrochene Verhältnis beider zur deutschen Sprache brachte ganz eigene Ausdruckswelten mit neuen Wortschöpfungen hervor und schlug sich im formalen Aufbau der Gedichte nieder.
Fast vergessen sind die Texte  des Freiburger Schriftstellers Hans Arno Joachim, der als Lyriker von Peter Huchel sehr geschätzt wurde. Er lebte und schrieb ab 1933 im französischen Exil und wurde 1944 in Auschwitz ermordet.

Die Werke von Roland Breitenfeld, Mesias Maiguashca, Frank Michael, Wolfgang Motz und Mia Schmidt beziehen sich jeweils auf bestimmte Gedichte von Nelly Sachs und Paul Celan. Thomas Wenk rückt das Schaffen von Hans Arno Joachim in den Fokus seiner neuen Komposition. Fast alle Stücke wurden speziell für dieses Konzert komponiert.

Es sprechen Dorothea Gädeke und Ullo von Peinen.
Es spielen Frank Michael (Flöten), Katharina Schmauder (Violine/Viola) und Franco Coali (Akkordeon)
Mittwoch, 10. November, 20 Uhr
Elisabeth-Schneider-Stiftung  (Weinschlösschen), Wilhelmstraße 17 a
Eintritt:  15 €, ermäßigt 10 €
Online-Reservierung unter: kontakt@freiburgerkomponisten.de
 

15. August 2021, 17 Uhr, Alter Messplatz, Freiburg

Online-Reservierungen: kontakt@freiburgerkomponisten.de
Eintritt 15 €; erm. 10 €

Audio Video plus – IFK Jahreskonzert
live-Streaming :

https://www.infreiburgzuhause.de


Mi, 20.01.2021 | 20:00 Uhr
Live aus dem E-Werk Freiburg
Ein Button für freiwillige Spenden ist eingerichtet.


Spenden sind bis 48 Stunden nach dem Live-Streaming möglich.
Die Sendung ist später in „Vergangene Sendungen“ mehrere Tage weiterhin zu finden.

Programm unten

Sophia Keiler (Sopran)
Thomas Wenk (Live Video Performance)
Camila Bardehle, Dana Fabini, Carlos Poete (Video/Bild-Regie)
Carlos Cardenas, Maximiliano Soto Mayorga, Wolfgang Motz, Mesías Maiguashca, Roland Breitenfeld (Klangregie)
Gesamtleitung: Roland Breitenfeld


E-Werk Website

E-Werk Facebook


Die Interessengemeinschaft Freiburger Komponisten e.V. (IFK) präsentiert ein Programm mit neuen und unbekannten audiovisuellen Kompositionen. Unter dem Titel „Audio Video plus“ sind Werke zu hören und zu sehen, die sich mit dem Verhältnis von Klang und Visualität auseinandersetzen, einige davon sind Uraufführungen.


Gefördert von Kulturamt Freiburg, Regierungspräsidium Freiburg, Sparkasse Freiburg Nördlicher-Breisgau


Die beteiligten Komponisten und Videokünstler sind Roland Breitenfeld / Hubertus Kirchgäßner, Carlos Cardenas / Hans Richter (UA), Hermann Gottschewski (UA), Mesias Maiguashca / Tamás Waliczky / Carlos Poete (UA), Wolfgang Motz / Dana Fabini (UA), Mehran Sherkat Naderi / Sophia Keiler, Maximilian Soto / Camila Baderleh (UA), Thomas Wenk (UA). Dabei kommt es auch zu Live-Perfomances sowohl im Video- (Wenk) als auch im Audio-Bereich (Naderi/Keiler). Die Klänge werden teilweise oktophon (Klangbewegungen über acht Lautsprecher) um das Publikum herum oder durch den Raum klingen und wandern (Breitenfeld, Wenk, Motz, Maiguashca).


Carlos Cardenas
"Rhythmus 21“ / Film von Hans Richter (ca. 1923) mit aufgenommenen Klängen (Klavier) (2017) 

Roland Breitenfeld (Musik) / Hubertus Kirchgäßner (Video)
     „Les couleurs du Midi #4“ 

    Video von farbigen Schatten und Tonband 
      (Violine, Zither, Wasser und Elektronik) (2006) 8-kanalig


Thomas Wenk
„Kontrollversuch“ (Abhörfantasien #2 / 2021) UA

Wolfgang Motz
„Canto del Cosmonauta“ nach einem Gedicht von Asteria Fiore
      Video: Dana Fabini & Ligia Smarandache (2019/2020) 8-kanalig
          UA der Version mit Video

Maximiliano Soto Mayorga
„Ciudad implicita“ 
Video: Camila Bardehle / Texte von Italo Calvino (Unsichtbare Städte) (2020)  UA 

Hermann Gottschewski
„Dreistimmiger Diminutionskanon in Duodezimen“
Fassung  für animierte Computergraphik und synthetischen  Computerklang (2020) UA 
            

Mesías Maiguashca (Idee und Musik) / Tamás Waliczky (Video)  / Carlos Poete  (Postproduktion Video)
„Drei Träume“  (Audio: Ambisonics / 8-kanalig) UA